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Beinlängendifferenz

Nachfolgend wird die Beinlängendifferenz beschrieben. Dabei wird erläutert, was eine Beinlängendifferenz genau ist, welche Ursachen dahinterstecken können und welche Beinlängendifferenz Symptome typischerweise auftreten. Anschliessend wird aufgezeigt, wie die kybun Produkte Menschen mit einer Beinlängendifferenz unterstützen können. Abschliessend werden geeignete Beinlängendifferenz Übungen vorgestellt, die den Körper ausgleichen, die Muskulatur stärken und den Gang harmonisieren.

 
 
 
 
 
Beinlängendifferenz
Autor: K. Zbinden

Definition

Was ist eine Beinlängendifferenz?

Eine Beinlängendifferenz bezeichnet einen Zustand, bei dem die Beine unterschiedlich lang sind. Es besteht also ein messbarer Längenunterschied zwischen dem rechten und dem linken Bein. Grundsätzlich wird zwischen einer anatomischen bzw. strukturellen und einer funktionellen Beinlängendifferenz unterschieden.

  • Anatomische (strukturelle) Beinlängendifferenz

    Bei der anatomischen Beinlängendifferenz ist ein Bein tatsächlich kürzer oder länger. Es besteht somit ein realer Beinlängenunterschied der Knochen. Ursachen sind z. B. Wachstumsstörungen, Verletzungen oder angeborene Fehlbildungen. Je nach Ausprägung kommen Beinlängendifferenz Einlagen, eine Schuherhöhung oder selten eine Beinlängendifferenz Operation infrage.

  • Funktionelle Beinlängendifferenz

    Hier sind die Knochen gleich lang, jedoch entsteht durch einen Beckenschiefstand, Hüftschiefstand oder muskuläre Dysbalancen ein scheinbarer Beinlängenunterschied. Die Therapie erfolgt meist aktiv über Physiotherapie und gezielte Beinlängendifferenz Übungen, um das Becken wieder auszurichten und die muskulären Dysbalancen auszugleichen.

Bei einer leichten Beinlängendifferenz von 1 cm sprechen Fachpersonen häufig von einer geringfügigen Abweichung, die in vielen Fällen vom Körper noch gut kompensiert werden kann. Bei einer Beinlängendifferenz von 2 cm oder mehr steigt hingegen das Risiko für Beschwerden durch die Beinlängendifferenz deutlich an. Die Messung der Beinlängendifferenz erfolgt dabei in der Regel mittels klinischer Untersuchung, Tastbefund und gegebenenfalls ergänzender bildgebender Verfahren.

Eine Beinlängendifferenz bei Kindern ist besonders aufmerksam zu beobachten, da sich der Bewegungsapparat noch im Wachstum befindet. Frühzeitig erkannt, kann eine Beinlängendifferenz bei Kindern häufig gut behandelt und begleitet werden. Hier ist eine regelmässige Kontrolle wichtig, um mögliche Folgeschäden oder einen zunehmenden Beckenschiefstand zu vermeiden.

Ursachen einer Beinlängendifferenz

Bei den Ursachen einer Beinlängendifferenz muss auch hier zwischen der anatomischen (strukturelle) und der funktionellen Beinlängendifferenz unterschieden werden. Beide Formen führen dazu, dass ein Bein kürzer oder länger erscheint, entstehen jedoch auf völlig unterschiedliche Weise.

Anatomische / strukturelle Beinlängendifferenz
Eine anatomische Beinlängendifferenz liegt vor, wenn die Knochenlänge der Beine tatsächlich unterschiedlich ist. Der Längenunterschied ist also objektiv messbar und entsteht durch Veränderungen oder Besonderheiten im Knochenwachstum. Typische Ursachen sind:

  • Angeborene Unterschiede in der Entwicklung der Bein- oder Hüftknochen
  • Wachstumsstörungen im Kindes- oder Jugendalter, etwa durch Erkrankungen der Wachstumsfugen
  • Fehlverheilte Knochenbrüche, die zu einer Verkürzung oder Verlängerung führen
  • Operationen, bei denen Knochen entfernt, verkürzt oder verlängert wurden
  • Erkrankungen des Knochensystems, wie Infektionen oder Tumore, die das Wachstum beeinflussen

Da die Ursache im Knochen selbst liegt, ist diese Form dauerhaft und lässt sich nicht allein durch Training oder Haltungsveränderungen ausgleichen.

Funktionelle Beinlängendifferenz
Bei einer funktionellen Beinlängendifferenz sind die Knochen anatomisch gleich lang. Der Längenunterschied entsteht vielmehr durch Veränderungen in der Körperhaltung, Muskulatur oder Gelenkstellung, wodurch ein Bein kürzer erscheint. Häufige Auslöser sind:

  • Beckenschiefstand, ausgelöst durch muskuläre Dysbalancen, Verspannungen oder Fehlhaltungen
  • Blockierungen der Wirbelsäule oder des Iliosakralgelenks, die die Beckenposition verändern
  • Einseitige Belastungen im Alltag, etwa durch langes Sitzen, Tragen von Lasten auf einer Seite oder monotone Bewegungsmuster
  • Muskelverkürzungen oder -schwächen, die die Beinachse beeinflussen
  • Fussfehlstellungen wie Knick-, Senk- oder Spreizfuss, die die gesamte Körperstatik verändern

Bewegungsmangel und sitzender Lebensstil

Unser Lebensstil und die Umweltbedingungen tragen zu den oben genannten Auslösern bei. Der Bewegungsmangel und der sitzende Lebensstil beeinflussen die Körperstatik erheblich und können eine funktionelle Beinlängendifferenz begünstigen. Die Inaktivität und die ungünstige Haltung führen häufig zu verkürzten Hüftbeugern und geschwächter stabilisierender Muskulatur. Dadurch kann sich das Becken einseitig anheben oder absenken. Auch muskuläre Dysbalancen können sich entwickeln und die funktionelle Beinlängendifferenz begünstigen. Des Weiteren kommt hinzu, dass harte, flache Böden sowie starre, stützende Schuhe die natürliche Gangdynamik verändern. Der Fuss verliert an Beweglichkeit und Stossdämpfung, wodurch Kräfte ungefiltert über Knie und Hüfte ins Becken weitergeleitet werden. Gleichzeitig schwächt starres, stützendes Schuhwerk die Fuss- und Beinmuskulatur, was Fehlstellungen wie Senk- oder Knickfuss begünstigt und die Körperstatik zusätzlich beeinflusst.

Die funktionelle Beinlängendifferenz ist häufig reversibel, da sie durch gezielte Übungen, Mobilisation, Training oder geeignete Schuhe positiv beeinflusst werden kann. Wird die zugrunde liegende Fehlhaltung korrigiert, kann sich die funktionelle Beinlängendifferenz oft deutlich reduzieren oder vollständig ausgleichen.

Symptome bei Beinlängendifferenz

Die Beinlängendifferenz Symptome sind individuell unterschiedlich und hängen vom Ausmass des Beinlängenunterschieds, der Dauer der Fehlbelastung sowie der körperlichen Konstitution ab. Eine Beinlängendifferenz bis 1 cm bleibt häufig lange unbemerkt, während eine Beinlängendifferenz von 2 cm oder mehr meist deutlichere Beschwerden verursacht. Nachfolgend sind die häufigsten Beinlängendifferenz Symptome aufgeführt:

  • Rückenschmerzen: Besonders im Bereich der Lendenwirbelsäule treten häufig einseitige Beschwerden auf. Ein bestehender Beckenschiefstand verstärkt diese Problematik zusätzlich.
  • Beckenschiefstand und Hüftschiefstand: Ein sichtbarer Beckenschiefstand oder Hüftschiefstand ist ein typisches Zeichen für ungleich lange Beine.
  • Seitliche Wirbelsäulenabweichung: Der Körper versucht, den Beinlängenunterschied zu kompensieren, was langfristig zu Haltungsschäden führen kann.
  • Einseitige Hüft- oder Knieschmerzen: Durch die asymmetrische Belastung entstehen Überlastungsbeschwerden in Hüfte oder Knie.
  • Verspannungen der Muskulatur: Besonders im unteren Rücken, Gesäss oder in der Beinmuskulatur kommt es zu muskulären Dysbalancen.
  • Gangveränderungen: Betroffene zeigen oft ein asymmetrisches Gangbild, welches oft auch als Hinken wahrgenommen wird.
  • Schmerzen beim langen Stehen oder Gehen: Die Beschwerden nehmen bei Belastung häufig zu.
  • Druckgefühl im Beckenbereich: Ein dauerhafter Beckenschiefstand kann zu einem unangenehmen Spannungsgefühl führen.
  • Kopfschmerzen und Nackenverspannungen: Über die Muskelketten kann sich die Fehlstatik bis in die Halswirbelsäule fortsetzen.
  • Frühzeitiger Gelenkverschleiss: Zu den möglichen Krankheiten durch Beinlängendifferenz zählen Arthrose in Knie oder Hüfte.
  • Ermüdung beim Gehen: Durch die einseitige Mehrbelastung ermüdet die Muskulatur schneller.
  • Probleme bei Kindern: Eine unbehandelte Beinlängendifferenz bei Kindern kann sich durch häufiges Stolpern, auffälliges Gangbild oder Haltungsschwächen zeigen.

Gerade bei einer Beinlängendifferenz bei Kindern ist eine frühzeitige Abklärung wichtig, da sich der Bewegungsapparat noch im Wachstum befindet. Eine rechtzeitige Therapie bei Beinlängendifferenz kann helfen, muskuläre Dysbalancen zu reduzieren und eine Beinlängendifferenz ausgleichen zu können.

Konventionelle Therapie - Was hilft bei Beinlängendifferenz

Um eine Beinlängendifferenz zu behandeln, stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Welche Massnahmen geeignet sind, hängt davon ab, ob eine anatomische / strukturelle oder funktionelle Ursache vorliegt und wie stark der Beinlängenunterschied (z. B. Beinlängendifferenz 1 cm oder Beinlängendifferenz 2 cm) ausgeprägt ist. Nachfolgend sind einige konventionelle Therapiemöglichkeiten kurz zusammengefasst:

  • Beinlängendifferenz Einlagen: Individuell angepasste Beinlängendifferenz Schuheinlagen helfen, den Beinlängenunterschied mechanisch zu korrigieren und einen Beinlängenausgleich zu erreichen.
  • Schuherhöhung bei Beinlängendifferenz: Eine äussere Schuherhöhung bei Beinlängendifferenz kommt vor allem bei grösseren Differenzen (z. B. Beinlängendifferenz 2 cm) zum Einsatz.
  • Beinlängendifferenz Physiotherapie: Die Physiotherapie bei Beinlängendifferenz behandelt funktionelle Ursachen wie muskuläre Dysbalancen oder einen Hüftschiefstand.
  • Manuelle Therapie: Mobilisationstechniken können helfen, einen funktionellen Beckenschiefstand zu lösen.
  • Faszientherapie: Durch manuelle Techniken an den Faszien können Spannungen reduziert werden, die einen funktionellen Beckenschiefstand begünstigen.
  • Haltungsschulung: Eine verbesserte Alltags- und Arbeitshaltung reduziert Fehlbelastungen durch den Beinlängenunterschied.
  • Sport- und Bewegungstherapie: Spezifische Beinlängendifferenz Übungen stärken die stabilisierende Muskulatur und unterstützt den aktiven Beinlängenausgleich.
  • Gangschulung: Therapeutisch angeleitete Korrektur des Gangbildes hilft, Fehlbelastungen zu reduzieren und einen harmonischeren Bewegungsablauf zu fördern.
  • Ergonomische Anpassungen im Alltag: Optimierung von Arbeitsplatz, Sitzhöhe, Matratze oder Schuhwerk, um asymmetrische Belastungen zu minimieren.
  • Gewichtsreduktion: Weniger Körpergewicht reduziert die Belastung auf Gelenke und kann Beschwerden durch die Beinlängendifferenz vorbeugen.
  • Orthopädische Kontrolle bei Kindern: Eine regelmässige Überprüfung der Beinlängendifferenz bei Kindern ist wichtig, um Wachstumsabweichungen frühzeitig zu erkennen.
  • Schmerz- und Belastungsmanagement: Schulung im Umgang mit Belastung, Pausenmanagement und Bewegungsdosierung kann Beschwerden vorbeugen.
  • Hilfsmittel bei ausgeprägten Beschwerden: Temporäre Nutzung von Gehstützen oder orthopädischen Hilfen kann in akuten Phasen Entlastung bringen.
  • Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten Beinlängendifferenz Symptomen können kurzfristig schmerzlindernde Medikamente eingesetzt werden.
  • Beinlängendifferenz Operation: Eine Beinlängendifferenz Operation wird bei stark ausgeprägter struktureller Differenz in Betracht gezogen, wenn konservative Massnahmen nicht ausreichen.

Wichtig: Hilfsmittel wie Beinlängendifferenz Schuheinlagen sind dann sinnvoll, wenn sie gezielt mit aktiver Therapie kombiniert werden. Nur so lässt sich die Beinlängendifferenz ausgleichen und das Risiko für langfristige Beschwerden reduzieren.

kybun Wirkungsweise - Was hilft bei Beinlängendifferenz

Die kybun Produkte setzen dort an, wo viele Ursachen einer Beinlängendifferenz oder deren Beschwerden entstehen: bei harten, flachen Böden, unbeweglichen, stützenden Schuhen sowie bei Bewegungsmangel und sitzendem Lebensstil. Durch die elastisch-federnde Eigenschaft der kybun Produkte wird der Bewegungsapparat gleichzeitig entlastet und aktiviert.
Die Entlastung reduziert einseitige Spitzenbelastungen, wie sie bei einem Beinlängenunterschied auftreten können. Die Aktivierung fördert hingegen eine verbesserte Muskelarbeit, sodass der Körper lernt, ungleich lange Beine funktionell besser zu stabilisieren. Ziel ist es, die Beinlängendifferenz ausgleichen zu können und dies nicht nur passiv über Hilfsmittel wie Beinlängendifferenz Einlagen oder einen Höhenausgleich, sondern aktiv über eine physiologische Bewegung.

  • Bewegungsförderung und Reduktion sitzender Tätigkeiten

    Regelmässige Bewegung ist entscheidend, um Beinlängendifferenz Symptome zu reduzieren. Bewegungsmangel und sitzender Lebensstil begünstigen muskuläre Dysbalancen, die eine funktionelle Beinlängendifferenz verstärken können. Die elastisch-federnden kybun Produkte fördern die Freude an der Bewegung und animieren dazu, mehr zu gehen und weniger zu sitzen. Nachfolgend werden die zahlreichen Vorteile aufgezeigt, die mit einer Bewegungsförderung in Kombination mit den kybun Produkten einhergehen. Da durch Verwendung der kybun Produkte auch die Dauer der sitzenden Tätigkeit reduziert werden kann, lassen sich die negativen Begleiterscheinungen des sitzenden Lebensstils ebenfalls minimieren.

  • Aktivierung und Stärkung der Muskulatur durch elastisch-federnde Eigenschaft

    Beim Gehen und Stehen auf dem elastisch-federnden Material werden Fuss-, Bein-, Becken- und Rumpfmuskulatur verstärkt aktiviert. Diese Muskelaktivierung verbessert die Stabilität im Beckenbereich und kann helfen, eine Beinlängendifferenz ausgleichen zu können. Die bewusst eingebaute Instabilität der kybun Produkte sorgt dafür, dass die verschiedenen Körperbereiche stärker miteinander zusammenarbeiten müssen, um das Gleichgewicht zu halten. Dadurch wird die intermuskuläre Koordination gezielt gefördert, was dem Körper hilft, asymmetrische Belastungen besser auszugleichen. Auch die Aktivierung der Fussmuskulatur spielt eine zentrale Rolle. Eine stabile Fussbasis verbessert die gesamte Körperstatik und kann einen funktionellen Beinlängenunterschied positiv beeinflussen.

Gleichgewicht und EMG

Die Gleichgewichtsfähigkeit wurde mit einer Kraftmessplatte durch die Bewegung des Körperschwerpunkts von vorne nach hinten (ant-post) und seitlich (med-lat) beim Stehen gemessen. Parallel erfasste eine Elektromyographie (EMG) die muskuläre Aktivität.

Mit herkömmlichen Schuhen

  1. Reduzierte muskuläre Aktivität
  2. Reduzierter Bewegungsumfang des Körperschwerpunktes

Mit kybun Schuhen

  1. Erhöhte muskuläre Aktivität
  2. Erhöhter Bewegungsumfang des Körperschwerpunktes
  • Reduktion der Krafteinwirkung harter, flacher Böden durch Dämpfungseffekt

    Harte Böden leiten Stosskräfte direkt über Knie und Hüfte ins Becken weiter. Bei einer bestehenden Beinlängendifferenz entstehen dadurch zusätzlich einseitige Belastungen. Das elastisch-federnde Material der kybun Produkte wird beim Fersenauftritt zusammengedrückt und nimmt dadurch einen Teil dieser Kräfte auf. Durch diese Dämpfung werden Spitzenbelastungen reduziert, was insbesondere bei einem bestehenden Hüftschiefstand oder bei einer Beinlängendifferenz entlastend wirken kann. Die gespeicherte Energie wird durch die federnde Eigenschaft in der Abrollbewegung wieder abgegeben. Dies führt zu einer flüssigen und runden Bewegungsausführung, was Fehl- und Überbelastungen der unteren Extremitäten und des Rumpfbereichs verhindert.

Newton Law

  1. Krafteinwirkung 1 beim Fersenauftritt in herkömmlichen Schuhen
  2. Krafteinwirkung 2 beim Fersenauftritt in kybun Schuhen
  3. Kraft in Newton
  4. Zeit in Sekunden
  5. Gehen auf flachem, hartem Boden in kybun Schuhen
  6. Gehen auf flachem, hartem Boden in anderen Schuhen
  • Natürliche Fussabrollung dank Muskelaktivierung und Abrollfunktion

    Durch das langsame Einsinken der Ferse in das elastisch-federnde Material wird die maximale Krafteinwirkung verzögert. Dadurch erhält die Muskulatur mehr Zeit, um stabilisierend einzugreifen. Dies unterstützt eine natürliche Fussabrollung, da der Fuss nach dem Fersenauftritt nicht unkontrolliert nach unten kippt.
    Zudem fördert die elastisch-federnde Eigenschaft der kybun Sohle eine Abrollbewegung über die Grosszehe. Eine aktive und kontrollierte Abrollung trägt zu einem physiologischen Gangbild bei und kann Fehl- sowie Überbelastungen, die im Zusammenhang mit einer Beinlängendifferenz auftreten, reduzieren. Auf diese Weise lassen sich kompensatorische Bewegungsmuster minimieren, die bei ungleich langen Beinen häufig entstehen.

Natural Foot Roll

  • Pflege und Schutz der Faszien

    Faszien reagieren positiv auf federnde, rhythmische Bewegungen. Durch das Gehen auf elastischem Untergrund wird der Flüssigkeitsaustausch im Bindegewebe gefördert. Verklebungen und Spannungen, die eine Beinlängendifferenz begünstigen können, werden reduziert. Geschmeidige Faszien unterstützen die gleichmässige Kraftübertragung im Körper. Dadurch kann eine Beinlängendifferenz besser kompensiert werden, was somit Beinlängendifferenz Symptome verringern kann.

  • Durchblutungsförderung durch höhere Bewegungsaktivität

    Mehr Bewegung verbessert die Durchblutung von Muskeln und Weichteilen rund um Becken und Hüfte. Eine gute Versorgung dieser Strukturen ist entscheidend, um muskuläre Dysbalancen zu reduzieren. Gerade bei einer Beinlängendifferenz bei Kindern oder Erwachsenen mit sitzendem Lebensstil kann die gesteigerte Alltagsbewegung helfen, funktionelle Ursachen positiv zu beeinflussen. Bewegung ergänzt somit klassische Massnahmen wie zum Beispiel eine Einlage bei Beinlängendifferenz sinnvoll.

  • Optimierte Druckverteilung

    Die gesamte Fusssohle ist vom elastisch-federnden Material umgeben, was zu einer verbesserten Druckverteilung führt. Punktuelle Überlastungen werden reduziert und die Belastung gleichmässiger über Füsse, Beine und Becken verteilt. Dies kann insbesondere bei Personen mit Beinlängendifferenz oder bei bestehendem Beckenschiefstand unterstützend wirken. Die gleichmässigere Lastverteilung trägt dazu bei, die Beinlängendifferenz auszugleichen und langfristige Überlastungsbeschwerden zu reduzieren.

Anwendungstipps bei Beinlängendifferenz

Bevor Sie die kybun Schuhe bei einer Beinlängendifferenz erstmals tragen, sollten einige Anwendungstipps beachtet werden. Die korrekte Anwendung kann helfen, Beinlängendifferenz Symptome zu reduzieren und den Beinlängenausgleich aktiv zu unterstützen.

Allgemeine Information:

  • Beinlängendifferenz bis 1 cm: Der kybun Schuh gleicht dank seiner elastisch-federnden Sohle diese Differenz meist selbst aus. Somit ist hier oftmals keine weitere Anpassung nötig.
  • Beinlängendifferenz von 1–2 cm: Hier empfiehlt sich eine elastische Erhöhungseinlage im Schuh (ca. 0.5–1 cm). Sollte die Ferse im Schuh herausrutschen, muss die nachfolgende Variante über eine Schuhsohlenerhöhung gewählt werden.
  • Beinlängendifferenz über 2 cm: In diesem Fall sollte der kybun Schuh fachgerecht durch eine professionelle Sohlenerhöhung angepasst werden.

Anwendungstipps:

  • Beginnen Sie mit kurzen Tragezeiten und steigern Sie diese schrittweise. Durch die aktivierende Wirkung kann es anfänglich zu muskulärer Ermüdung kommen, besonders bei bestehendem Beckenschiefstand oder Hüftschiefstand.
  • Sollten sich Beinlängendifferenz Symptome verstärken, legen Sie Tragpausen ein. Der Körper benötigt Zeit, um sich an die veränderte Belastung anzupassen, insbesondere bei einer Beinlängendifferenz von 2 cm oder mehr.
  • Reduzieren Sie langes Sitzen, da Bewegungsmangel funktionelle ungleich lange Beine verstärken kann. Mehr Gehen und Stehen fördert die Durchblutung und unterstützt den aktiven Beinlängenausgleich.
  • Drücken Sie die Ferse aktiv in das elastisch-federnde Material und spüren Sie die Dämpfung. Dies kann helfen, einseitige Belastungen bei Beinlängenunterschied zu reduzieren.
  • Rollen Sie bewusst über den Vorfuss ab, sofern dies beschwerdefrei möglich ist. Eine natürliche Gangbewegung unterstützt die Beckenstabilität und kann helfen, eine Beinlängendifferenz ausgleichen zu können.
  • Falls Sie bereits Erhöhungseinlagen nutzen, können Sie diese auch in den kybun Schuhen tragen. Oftmals ist in den kybun Schuhen ein weniger starker Ausgleich nötig, da die elastisch-federnde Sohle die Beinlängendifferenz bis zu einem gewissen Mass ausgleicht. Klären Sie idealerweise den sinnvollen Ausgleich mit einer Fachperson.
  • Lassen Sie die Beinlängendifferenz regelmässig messen, insbesondere wenn sich Beschwerden verändern. Das Messen der Beinlänge hilft, Fortschritte und Veränderungen beim Beinlängenausgleich zu überprüfen.
  • Eine Beinlängendifferenz bei Kindern sollte eng begleitet werden. Achten Sie auf Veränderungen im Gangbild oder auf Anzeichen eines Beckenschiefstand.
  • Ergänzen Sie das Tragen der Schuhe durch gezielte Beinlängendifferenz Übungen, um die Wirkungsweise der kybun Schuhe zu verstärken.
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Hilfreiche Übungen bei Beinlängendifferenz

Um die Wirksamkeit der kybun Schuhe zu verstärken und einen aktiven Beinlängenausgleich zu fördern, empfehlen wir folgende Beinlängendifferenz Übungen. Die Auswahl ist nicht abschliessend und kann durch weitere Beinlängendifferenz Übungen ergänzt werden. Grundsätzlich gilt: Die Beinlängendifferenz Symptome dürfen sich durch die Übungen nicht verstärken. Leichte muskuläre Spannungsgefühle sind möglich, stechende oder zunehmende Schmerzen sind ein Zeichen zum Abbrechen der Übung.

Die Übungen werden in folgende Bereiche unterteilt: «Richtiges Gehen in den kybun Schuhen», «Muskellängentraining», «Faszienrolle» und «Kräftigung». Idealerweise werden alle Bereiche kombiniert.

Richtiges Gehen in den kybun Schuhen
Die Qualität jedes einzelnen Schrittes ist bei einer Beinlängendifferenz entscheidend, um Fehl- und Überbelastungen zu reduzieren und den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die kybun Schuhe unterstützen diesen Prozess optimal, da sie durch ihre dynamische Sohle den Gang harmonisieren und Ausgleichsmechanismen des Körpers fördern.

Aktiver Fersenauftritt
Aktiver Fersenauftritt
  • Ferse bewusst und kontrolliert in das elastisch-federnde Material drücken.
  • Becken möglichst gerade halten, um einen funktionellen Hüftschiefstand zu vermeiden.
  • Fussachse stabilisieren, damit das Bein weder nach innen noch nach aussen ausweicht.
Aktive Fussabrollung
Aktive Fussabrollung
  • Aktiv über den Vorfuss abrollen und den maximalen Bewegungsumfang nutzen.
  • Auf eine gleichmässige Schrittlänge achten.
  • Oberkörper locker rotieren lassen, um die Beckenbeweglichkeit zu fördern.

Muskellängentraining
Das Muskellängentraining spielt bei einer Beinlängendifferenz eine wichtige Rolle, da die unterschiedlichen Beinlängen häufig zu Verkürzungen, Verspannungen und Blockaden in den myofaszialen Strukturen führen. Durch gezielte Dehnübungen können diese muskulären Dysbalancen aktiv gelöst werden.

Hüftöffner
Hüftöffner
  • Startposition im Vierfüsslerstand.
  • Linken Fuss nach vorne neben Arme setzen.
  • Rechtes Bein nach hinten strecken und Fuss flach auflegen. Darauf achten, dass Hüfte und Wirbelsäule auf einer Linie sind.
  • Zur Verstärkung der Dehnung Hüfte nach vorne und unten drücken. Je nach individueller Beweglichkeit
  • 1 – 2 × täglich durchführen.
  • 3 x 30 Sekunden Übung halten.
Gesäss
Gesäss
  • Startposition in Rückenlage.
  • Beide Arme im 90-Grad-Winkel seitlich ausstrecken und linkes Bein angewinkelt auf rechte Seite legen.
  • Mit der rechten Hand das angewinkelte Knie nach unten drücken.
  • Darauf achten, dass beide Schulterblätter am Boden bleiben.
  • 1 – 2 × täglich durchführen.
  • 3 x 30 Sekunden Übung halten.

Faszienrolle
Das Faszientraining mit der Faszienrolle ist bei einer Beinlängendifferenz sinnvoll, da die unterschiedlichen Beinlängen häufig Verkürzungen, Verspannungen und Blockaden in den myofaszialen Strukturen verursachen. Durch regelmässiges Ausrollen der betroffenen, verkürzten oder verspannten Muskel-Faszien-Ketten können diese Spannungen gelöst und die Beweglichkeit verbessert werden.

Seitliche Oberschenkelmuskulatur
Seitliche Oberschenkelmuskulatur
  • Startposition in Seitenlage.
  • Grosse Rolle zwischen äusseren Oberschenkelbereich und Boden legen.
  • Oberes Bein zur Stabilisation und zum Führen der Bewegung rechtwinklig aufsetzen.
  • Seitlichen Oberschenkel aktiv von der Hüfte bis oberhalb des Kniegelenks ausrollen.
  • Übungen langsam und kontrolliert durchführen.
  • Druck dem persönlichen Empfinden anpassen, jedoch bis an tolerierbare Schmerzgrenze gehen.
  • Punktuelle Verklebungen verstärkt ausrollen bzw. Position an diesem Punkt halten.
  • Durch Begradigung des oberen Beins kann Übung verstärkt werden.
  • 3 Minuten pro Seite.
  • 1 – 2 × täglich durchführen.
Gesässmuskulatur
Gesässmuskulatur
  • Beide Beine angewinkelt und mit dem Faszienball die entsprechende Gesässhälfte ausrollen. Erhöhung des Drucks durch einseitiges Auflegen des Beins. Sollten Schmerzen im Handgelenk auftauchen, kann die Übung auch auf den Unterarmen durchgeführt werden.
  • Übung langsam und kontrolliert durchführen.
  • Druck dem persönlichen Empfinden anpassen, jedoch bis an tolerierbare Schmerzgrenze gehen.
  • Punktuelle Verklebungen verstärkt ausrollen bzw. Position an diesem Punkt halten.
  • 3 Minuten pro Seite.
  • 1 – 2 × täglich durchführen.

Kräftigung
Ein gezieltes Krafttraining hilft, den Rumpf zu stabilisieren und dadurch die Wirbelsäule sowie die gesamte Körperstatik bei einer Beinlängendifferenz zu entlasten. Eine gut aufgebaute Muskulatur kann die asymmetrisch einwirkenden Kräfte, die bei jeder Bewegung entstehen, besser abfangen. Gleichzeitig stabilisiert sie die Gelenke und schützt so vor Fehl- und Überbelastungen, die durch die unterschiedliche Beinlänge begünstigt werden.

Beinheben in Seitenlage
  • Startposition: Seitenlage.
  • Füsse, Knie, Hüfte und Kopf sind dabei in einer geraden Linie. Unter den Kopf kann als Stütze ein Gegenstand gelegt werden.
  • Oberes Bein aktiv anheben und anschliessend wieder aktiv bremsend nach unten bewegen.
  • Am untersten Punkt das Bein nicht ganz ablegen, sondern wieder nach oben bewegen, sodass die Muskulatur stets aktiv ist. Sollte dies nicht gehen, kann das Bein kurz abgelegt werden.
  • Bei der Übung auf einen stabilen Rumpf achten und die Bewegungen langsam und kontrolliert ausüben. Der Oberkörper soll sich nicht mitbewegen.
  • Um die Übung zu erschweren, ein Widerstandsband (Fitnessband) um die Knie legen. Band soll knapp über dem Kniegelenk angelegt werden.
  • 3 Sätze à 8 – 12 Wiederholungen.
  • 2 – 3 × wöchentlich durchführen.
Beinheben in Seitenlage
Beinheben in Seitenlage
Brücke
Brücke
  • Startposition: Rückenlage mit angewinkelten Beinen(hüftbreit). Arme sind schulterbreit zu den Füssen gestreckt.
  • Hüfte aktiv vom Boden heben und Richtung Decke bewegen (Hüfte sollte am obersten Punkt der Übung komplett durchgestreckt sein).
  • Position am höchsten Punkt für 4 Sekunden halten.
  • Darauf achten, dass die Kraft aus dem Gesäss kommt (nicht aus den Fersen oder den hinteren Oberschenkeln).
  • Hüfte wieder langsam senken, ohne dass das Gesäss dabei den Boden berührt.
  • 3 Sätze à 8 – 12 Wiederholungen.
  • 2 – 3 × wöchentlich durchführen.
Spezialübungen

Spezialübungen

Für Informationen zu den Spezialübungen im kybun Schuh und den Grundübungen auf dem kybun Matte.

Über den Autor

Kevin Zbinden ist Leiter des kybun Joya Medical Teams, Master of Science ETH in Bewegungswissenschaften und Inhaber Gesundheitstraining vitalwerk.
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