Kribbeln, Brennen & Taubheitsgefühl in den Füssen
Im Folgenden werden Parästhesien – also unangenehme Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühl im Fuss – näher beschrieben. Es wird erklärt, was Parästhesien sind und auf die Ursachen von kribbelnden, brennenden und einschlafenden Füssen eingegangen. Typische Symptome werden aufgezeigt. Zusätzlich wird erläutert, welche konventionellen Therapien bei Kribbeln im Fuss oder brennenden Fusssohlen eingesetzt werden können. Abschliessend wird anhand der kybun Wirkungsweise sowie mit praktischen Anwendungstipps und Übungen erklärt, wie sich kribbelnde und brennende Füsse positiv beeinflussen lassen.
Definition
Was ist eine Parästhesie?
Parästhesien bezeichnen Fehl- oder Missempfindungen, die sich in Form von Brennen, Kribbeln, Ameisenlaufen, Nadelstichgefühl sowie pelzigem Gefühl äussern können. Parästhesien treten häufig an den unteren Extremitäten auf. Sie können einseitig wie auch beidseitig vorkommen. Medizinisch zählen Parästhesien zu den Sensibilitätsstörungen und gehören zu den häufigsten Missempfindungen in den Füssen. Sie entstehen meist durch eine Reizung, Kompression oder Funktionsstörung von Nerven und werden daher oft mit Begriffen wie Kribbelparästhesien oder Empfindungsstörungen in Verbindung gebracht. Je nach Ausprägung können diese Symptome vorübergehend auftreten oder chronisch bestehen und somit den Alltag stark beeinträchtigen.

Ursache von kribbelnden Füssen
Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühl im Fuss entstehen häufig durch Störungen der Nervenleitung oder der Durchblutung. Typische Ursachen sind Nervenschädigungen, Diabetes, Vitaminmangel – insbesondere Vitamin B12-Mangel – sowie Druck auf Nerven durch Fussfehlstellungen wie Spreiz- oder Senkfuss. Auch Faszien-Dysfunktionen oder Gelenksteifigkeit können die natürliche Belastungsintensität und Beweglichkeit der Füsse beeinträchtigen, wodurch Nerven und Blutgefässe gereizt werden.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist Bewegungsmangel: Ein überwiegend sitzender Lebensstil und geschwächte Fuss- und Beinmuskulatur reduzieren die Durchblutung und Stabilität, was Sensibilitätsstörungen im Fuss wie Kribbeln, brennende Fusssohlen oder ein Taubheitsgefühl in den Zehen begünstigen kann.
Auch die Biomechanik der Füsse spielt eine Rolle. Harte, flache Böden und unbewegliche, stützende Schuhe verhindern eine natürliche Abrollbewegung, erhöhen punktuelle Belastungen und führen langfristig zu Fehlstellungen, was die Nerven und Blutgefässe zusätzlich belastet.
In vielen Fällen entstehen Parästhesien durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Von Nervenschädigungen und Stoffwechselproblemen über muskuläre Schwächen bis zu biomechanischen Fehlbelastungen. Ein frühzeitiges Erkennen und gezieltes Gegensteuern können die Entwicklung oder Verschlimmerung der Beschwerden verhindern.
Symptome von Parästhesien
Parästhesien in den Füssen äussern sich durch verschiedene Missempfindungen, die je nach Ursache, Dauer und Schweregrad variieren können. Die folgenden Punkte geben einen Überblick über die häufigsten Symptome. Die Liste ist jedoch nicht vollständig und abschliessend. Auch sind atypische Symptome möglich, die hier nicht aufgeführt sind. Die Intensität der Symptome kann stark variieren. Einige Menschen spüren die Missempfindungen nur gelegentlich, andere dauerhaft. Auch einseitiges oder beidseitiges Auftreten ist möglich. Um die Ursache genau abzuklären und geeignete Massnahmen zu ergreifen, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam.
- ◉ Kribbeln im Fuss: Typisches, oft anhaltendes kribbeln, dass sich im Vorfuss, in der Fusssohle oder im ganzen Fuss bemerkbar macht.
- ◉ Elektrisierende Füsse: Allgemeines Gefühl von elektrischen Impulsen oder leichtem Vibrieren.
- ◉ Ameisenlaufen: Feines Füsse kribbeln, das meist im Vorfuss oder Zehenbereich beginnt und sich wie “Ameisenlaufen” anfühlt.
- ◉ Taubheitsgefühl im Fuss: Sensibilitätsstörungen im Fuss oder eingeschlafenes Gefühl in der Fusssohle.
- ◉ Taubheitsgefühl im Bein: Ausstrahlendes Gefühl von Taubheit oder Kribbeln über das Sprunggelenk hinaus.
- ◉ Schmerzende Füsse: Füsse schmerzen bei Parästhesien häufig durch gereizte Nerven in Kombination mit muskulärer Überlastung oder veränderter Durchblutung und werden oft als brennend oder diffus wahrgenommen.
- ◉ Kribbeln im Bein einseitig: Häufig bei einseitiger Nerveneinengung oder Durchblutungsstörung.
- ◉ Kribbelnde Beine: Ausgedehntes Missempfinden, oft in Ruhe oder nachts verstärkt.
- ◉ Brennende Füsse und brennende Fusssohlen: Empfindung von Hitze oder Brennen, häufig nach Belastung oder langem Stehen.
- ◉ Kitzeln der Fusssohlen: Leichtes, irritierendes Empfinden bei Berührung oder Druck.
- ◉ Empfindungsstörungen: Allgemeine Über- oder Unterempfindlichkeit, z. B. Schmerzempfindlichkeit oder Taubheitsphasen.
- ◉ Gefühlsstörungen: Kombination aus Kribbeln, Taubheit, Brennen oder unangenehmem Ziehen.
- ◉ Verändertes Lauf- oder Gangbild: Betroffene vermeiden Belastung durch Schonhaltungen, was zu einem veränderten Gangbild und somit zu weiteren Beschwerden führen kann.
- ◉ Kälte- oder Hitzeempfindlichkeit in den Füssen: Die Füsse reagieren überempfindlich auf Temperaturreize, oft durch Nervenschädigungen.
- ◉ Steifheit in Zehen oder Fussgelenken: Gefühl von eingeschränkter Beweglichkeit, insbesondere nach Ruhephasen.
- ◉ Zittern oder feine Muskelzuckungen in den Füssen: Kann als begleitendes neurologisches Symptom auftreten, besonders bei Nervenreizung oder Mangelzuständen.
Konventionelle Therapien - Was hilft bei kribbelnden Füssen
Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühl in den Füssen kann durch verschiedene Ursachen wie Nervenschädigungen, Durchblutungsstörungen oder Fussfehlstellungen ausgelöst werden. Um Parästhesien zu lindern, gibt es unterschiedliche konventionelle Therapien. Die Massnahmen können kombiniert werden und sollten idealerweise ärztlich abgestimmt werden.
- ◉ Schuheinlagen (z. B. mit Pelotte oder Druckpolsterung): Entlasten gezielt die Fusssohlen, verbessern die Druckverteilung und reduzieren Kribbeln im Fuss oder Taubheitsgefühl unter der Fusssohle.
- ◉ Physiotherapie: Kräftigung der Fuss- und Beinmuskulatur, Dehnung verkürzter Strukturen und Gangschulung, um kribbelnde Füsse oder brennende Fusssohle zu vermindern.
- ◉ Polsterungen (Gelkissen, weiche Einlagen): Lindern akute Beschwerden durch Stossdämpfung.
- ◉ Kältetherapie: Reduziert akute Reizungen und Schwellungen. Kann bei kribbelnden Fusssohlen oder Ameisenlaufen kurzfristig Linderung verschaffen.
- ◉ Entzündungshemmende Medikamente: Lindern Nervenschmerzen, Brennen in den Füssen und Taubheitsgefühle im Fuss bei entzündlich bedingten Parästhesien.
- ◉ Gewichtsreduktion (bei Übergewicht): Verringert die mechanische Belastung der Füsse und kann u.a. das Taubheitsgefühl im Fuss positiv beeinflussen.
- ◉ Aktivitätsmodifikation: Temporäres Meiden belastender Aktivitäten wie langes Gehen auf harten Böden oder intensives Stehen, um Überlastung und Kribbeln im Bein zu vermeiden.
- ◉ Manuelle Therapie / Mobilisation: Verbessert die Beweglichkeit der Fuss- und Sprunggelenke, optimiert die Durchblutung und entlastet gereizte Nerven.
- ◉ Taping / Kinesiotape: Unterstützt die Fussstatik und kann kribbelnde Beine oder Fusskribbeln kurzfristig lindern.
- ◉ Barfusstraining: Fördert die natürliche Muskulatur des Fusses, verbessert die Stabilität und schützt vor Fussfehlstellungen, welche Empfindungsstörungen wie Kitzeln der Fusssohlen begünstigen.
- ◉ Fussgymnastik: Regelmässige Kräftigungsübungen stärken die Fussmuskulatur und beugen Fussfehlstellung vor.
- ◉ Elektrotherapie / Ultraschall: Unterstützt die Durchblutung, lindert brennende Füsse und kann Ameisenkribbeln reduzieren.
- ◉ Stosswellentherapie: Wird bei chronischen Beschwerden wie anhaltendem Kribbeln der Fusssohle oder Nervenreizung angewendet.
- ◉ Kortison-Injektionen: Bei starken Entzündungen oder Nervenreizungen, z. B. beim Morton-Neurom.
- ◉ Orthopädische Anpassungen: Korrektur von Fussfehlstellungen (z. B. Spreizfuss) zur Reduktion von Druckstellen und Fehlbelastungen.
- ◉ Chirurgische Eingriffe: Fusserhaltende Operationen können bei strukturellen Problemen notwendig werden, wenn konservative Therapien nicht ausreichen.
kybun Wirkungsweise - Was hilft bei kribbelnden Füssen
Die kybun Produkte wurden speziell entwickelt, um die gesundheitsschädigenden Folgen harter, flacher Böden, unbeweglicher Schuhe und eines überwiegend sitzenden Lebensstils zu reduzieren. Durch die elastisch-federnde Eigenschaft werden die Füsse einerseits entlastet, andererseits aktiv stimuliert. Diese Kombination sorgt dafür, dass akute Beschwerden wie Kribbeln im Fuss, brennende Fusssohlen, Taubheitsgefühl unter der Fusssohle oder Ameisenkribbeln gelindert werden und die Ursachen der Parästhesien langfristig angegangen werden. Langfristig unterstützt kybun die Verbesserung der Fussmuskulatur, der Fussstatik und der Durchblutung, was die allgemeine Fussgesundheit nachhaltig fördert.
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Optimierte Druckverteilung
Viele Menschen mit Kribbeln im Fuss oder brennenden Fusssohlen berichten über punktuelle Druckstellen und Überlastung im Fuss, besonders beim Stehen und Gehen auf harten Untergründen oder in Schuhen mit steifen Sohlen. Das elastisch-federnde Material der kybun Schuhe lässt die Fusssohle sanft einsinken und verteilt das Gewicht gleichmässig über den gesamten Fuss. Dadurch werden punktuelle Druckstellen reduziert und somit Fusskribbeln, brennende Fusssohlen oder Taubheitsgefühle deutlich gelindert. Die gleichmässige Druckverteilung schützt die empfindlichen Nervenendigungen und Metatarsalköpfchen unter der Fusssohle. Viele Betroffene berichten bereits nach kurzer Zeit über eine spürbare Linderung von Ameisenkribbeln und kribbelnden Beinen, da die punktuellen Druckspitzen minimiert werden.
Darüber hinaus unterstützt das elastisch-federnde Material das Längs- und Quergewölbe, indem die kybun Sohle die Gewölbe-Freiräume umschliesst. Dadurch bleibt die natürliche Stellung der Gewölbe erhalten und der Fuss wird vor Fehl- und Überbelastungen geschützt. Dies ist besonders wichtig, da Fehlbelastungen häufig zu Taubheitsgefühl unter der Fusssohle oder Kribbelparästhesien führen. Die gleichmässige Druckverteilung entlastet auch die umgebenden Gelenke und Bindegewebsstrukturen, wodurch akute Überreizungen reduziert werden.
mit kybun
ohne kybun
- Blaue/Grüne Bereiche: Niedrige Druckbelastung. Fusssohlen werden geschont und wenig belastet.
- Gelbe Bereiche: Durchschnittliche Druckbelastung. Um Hornhaut und Druckstellen zu vermeiden, für Entlastung sorgen.
- Rote Bereiche: Übermässige Druckbelastung. Führt unvermeidlich über längere Zeit zu Überlastungsreaktionen.
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Aktivierung der Fussmuskulatur
Die elastisch-federnde Sohle erzeugt beim Gehen und Stehen eine gezielte, feine Instabilität. Diese fordert den Körper unbewusst dazu auf, kontinuierliche Ausgleichsbewegungen auszuführen. Dadurch werden insbesondere die tiefliegenden Fuss- und Beinmuskeln aktiviert, die für die Stabilität des Quer- und Längsgewölbes verantwortlich sind. Eine kräftige Muskulatur reduziert kribbelnde und brennende Füsse, weil die Belastung gleichmässiger auf die gesamte Fusssohle verteilt wird und die Nerven weniger punktuell gereizt werden. Des Weiteren wird durch ein aktiv funktionierendes Quer- und Längsgewölbe die natürliche Stossdämpfungsfunktion des Fusses genutzt, wodurch die Belastung auf empfindliche Strukturen reduziert werden kann. Gleichzeitig wird durch die Aktivierung der Fussmuskulatur das unkontrollierte Abklappen des Vorfusses nach dem Fersenauftritt verhindert, wodurch Nervenendigungen und Metatarsalköpfchen geschützt werden, welche oftmals kribbelnde, brennende oder taube Füsse verursachen. Die gesteigerte Muskelaktivität trägt zudem zu einer besseren Haltung und einem gesünderen Gangbild bei, wodurch Fehl- und Überbelastungen ebenso reduziert werden können.
Gleichgewicht und EMG
Die Gleichgewichtsfähigkeit wurde mit einer Kraftmessplatte durch die Bewegung des Körperschwerpunkts von vorne nach hinten (ant-post) und seitlich (med-lat) beim Stehen gemessen. Parallel erfasste eine Elektromyographie (EMG) die muskuläre Aktivität.

Mit herkömmlichen Schuhen
- Reduzierte muskuläre Aktivität
- Reduzierter Bewegungsumfang des Körperschwerpunktes

Mit kybun Schuhen
- Erhöhte muskuläre Aktivität
- Erhöhter Bewegungsumfang des Körperschwerpunktes
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Natürliche Fussabrollung
Ein physiologischer Abrollvorgang – von Ferse über Mittelfuss bis Grosszehengrundgelenk – verteilt die Belastung gleichmässig über alle Fussstrukturen. Dies reduziert punktuelle Überlastungen, die oft Kribbeln der Fusssohle, Taubheitsgefühl im Fuss oder brennende Fusssohlen verursachen.
Die kybun Schuhe unterstützen diese Abrollbewegung durch sanft abgerundete Sohlen und elastisch-federndes Material. Die Ferse sinkt beim Auftritt langsam ein, die Belastung steigt graduell und die Fussmuskulatur kann rechtzeitig aktiv werden. So wird u.a. das natürliche Fettpolster unter dem Vorfuss geschützt und die Nervenendigungen werden vor Fehl- oder Überlastung bewahrt. Gleichzeitig wird die Abrollbewegung harmonischer, wodurch kribbelnde Beine und Ameisenlaufen vermindert werden können.
Gehen ohne Fussabrollung
Gehen mit Fussabrollung
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Reduktion der Krafteinwirkung harter Böden
Beim Fersenauftritt in kybun Schuhen wird die Bodenreaktionskraft dank der elastisch-federnden Eigenschaft sanft verteilt und verzögert auf den Körper übertragen. Diese Dämpfung reduziert punktuelle Belastungsspitzen, die sonst direkt auf die Nerven und Fussstrukturen wirken würden und somit Kribbeln im Fuss und brennende Füsse begünstigen können.
Die verzögerte Kraftübertragung erlaubt eine frühzeitige Aktivierung der Muskeln, insbesondere derjenigen, die das Quer- und Längsgewölbe stabilisieren. Dadurch werden Fehl- und Überbelastungen der Nervenendigungen verhindert. Gleichzeitig wird die kinetische Energie beim Abrollen kurzzeitig gespeichert und für eine aktive Vorwärtsbewegung genutzt, was eine sanfte und physiologische Abrollung unterstützt.

- Krafteinwirkung 1 beim Fersenauftritt in herkömmlichen Schuhen
- Krafteinwirkung 2 beim Fersenauftritt in kybun Schuhen
- Kraft in Newton
- Zeit in Sekunden
- Gehen auf flachem, hartem Boden in kybun Schuhen
- Gehen auf flachem, hartem Boden in anderen Schuhen
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Schutz vor Faszien-Dysfunktion
Die Faszien im Fuss können bei Bewegungsmangel oder harten Böden verkleben oder verspannen, wodurch Nerven und Blutgefässe komprimiert werden können. Dies kann Kribbelparästhesien, Taubheitsgefühl unter der Fusssohle und brennende Fusssohlen auslösen. Durch die elastisch-federnde Sohle wird bei jedem Schritt eine sanfte Dämpfung erzeugt, die eine naturnahe Abrollbewegung ermöglicht und die Faszien somit vor Verklebungen und Verspannungen schützt.
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Durchblutungsförderung
Das dynamische Gehen auf kybun Schuhen aktiviert die Muskulatur kontinuierlich und steigert somit die Durchblutung. Eine verbesserte Durchblutung liefert Sauerstoff und Nährstoffe an die Gewebe, verbessert den Abtransport von Stoffwechselprodukten und reduziert brennende Füsse, Kribbeln im Fuss und Taubheitsgefühl im Bein.
Gut durchblutetes Gewebe ist belastbarer, weniger empfindlich gegenüber Reizungen und regenerationsfähiger. Die Kombination aus Entlastung, Aktivierung und sanfter Abrollbewegung wirkt somit vorbeugend gegen chronische Parästhesien. -
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Förderung der Bewegung und Reduktion von Sitzzeiten
Die kybun Produkte machen Bewegung angenehmer, da das elastisch-federnde Material die Füsse entlastet. Regelmässiges Tragen stärkt die Fuss- und Beinmuskulatur, verbessert die Faszienelastizität und steigert die Durchblutung. Weniger Sitzen und mehr Gehen wirken somit direkt gegen die bekannten Symptome von Parästhesien.
Zudem verbessert die erhöhte Bewegungsfrequenz die allgemeine Koordination, reduziert Fehlhaltungen und stärkt die Stützmuskulatur, was Kribbelparästhesien, Ameisenlaufen und Taubheitsgefühl unter der Fusssohle nachhaltig vermindern kann.
Anwendungstipps bei kribbelnden Füssen
Bevor Sie die kybun Schuhe zum ersten Mal tragen, sollten einige Anwendungstipps beachtet werden. Die korrekte Anwendung der Schuhe kann dazu beitragen, Kribbeln im Fuss, Ameisenkribbeln, Brennen der Fusssohlen oder Taubheitsgefühle zu reduzieren. Die Behandlung von Parästhesien an den Füssen erfordert Geduld, da sich Nerven, Muskulatur und Durchblutung schrittweise an die veränderten Belastungsreize anpassen müssen. Ergänzend zum Tragen der kybun Produkte empfiehlt sich ergänzende Übungen durchzuführen, die im nächsten Abschnitt erläutert werden.
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Achten Sie bei den kybun Schuhen darauf, dass der Oberschuh gut sitzt. Eine Kompression des Fusses durch einen zu engen Schuh (teilweise auch Socken) kann kribbelnde, brennende oder taube Füsse begünstigen. Besonders im kybun Schuh brauchen Ihre Füsse genügend Platz, da aufgrund der erhöhten Muskelaktivität die lokale Durchblututung gefördert wird und somit das Fussvolumen zunehmen kann.
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Tragen Sie die kybun Schuhe zu Beginn nur so lange, wie es Ihr Körper zulässt. Legen Sie regelmässig Tragpausen ein, insbesondere wenn das Kribbeln im Fuss, ein Brennen der Fusssohlen oder eine Ermüdung der Fuss- und Beinmuskulatur zunimmt. Durch die aktivierende Eigenschaft der elastisch-federnden Sohle wird die Muskulatur vermehrt beansprucht, was vor allem zu Beginn sogenannte Erstreaktionen auslösen kann. Diese sind in der Regel vorübergehend und ein Zeichen dafür, dass die Muskulatur und das Nervensystem aktiviert werden.
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Drücken Sie die Ferse langsam und kontrolliert in das elastisch-federnde Material der kybun Schuhe. Spüren Sie bewusst, wie die Ferse einsinkt und sich die Fuss- und Beinmuskulatur anspannt. Ein kontrollierter Fersenauftritt verhindert ein unkontrolliertes Abklappen des Mittel- und Vorfusses, wodurch empfindliche Nervenendigungen im Vorfussbereich geschont werden. Dies ist besonders wichtig, da abrupte Belastungsspitzen die Parästhesie Symptome verstärken können.
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Achten Sie insbesondere zu Beginn darauf, dass Mittel- und Vorfuss langsam und kontrolliert abgesetzt werden. Vermeiden Sie ein hastiges oder kraftvolles Abrollen über den Vorfuss. Durch das sanfte Absetzen werden Druckspitzen reduziert, die sonst die Nerven reizen und kribbelnde Füsse verstärken könnten. Diese bewusste Bewegungsausführung unterstützt eine gleichmässige Druckverteilung und entlastet die sensiblen Fussbereiche.
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Führen Sie zu Beginn kleine, kontrollierte Schritte aus, um sich an das Gehen in den kybun Schuhen zu gewöhnen. Diese reduzierte Schrittweite erleichtert dem Nervensystem die Anpassung an die neuen Bewegungsreize und fördert eine sichere, stabile Abrollbewegung. Mit zunehmender Gewöhnung können Sie die Schrittweite und Gehstrecke langsam steigern, sofern dies ohne Zunahme von Kribbeln im Fuss, Brennen oder Taubheitsgefühlen möglich ist.
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Versuchen Sie, kontrolliert über das Grosszehengrundgelenk abzurollen. Dieses physiologische Abrollmuster fördert die gleichmässige Belastung des Fusses, aktiviert die Fussmuskulatur und unterstützt die natürliche Durchblutung. Eine verbesserte Durchblutung kann dazu beitragen, Parästhesien in den Füssen zu reduzieren.
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Vermeiden Sie längere statische Steh- oder Sitzphasen, insbesondere zu Beginn der Anwendung. Wechseln Sie regelmässig zwischen Gehen, Stehen und kurzen Pausen. Die dynamische Bewegung fördert die Durchblutung, unterstützt den Abtransport von Stoffwechselprodukten und kann kribbelnde Füsse spürbar lindern.
- ◉ Die Wirksamkeit der kybun Schuhe kann durch gezielte Übungen für Füsse und Unterschenkel weiter gesteigert werden. Diese Übungen dienen der Aktivierung der Fussmuskulatur, der Verbesserung der Beweglichkeit und der Förderung der Durchblutung. Sie sind als ergänzende Therapie bei kribbelnden Füssen gedacht und sollten Bestandteil einer ganzheitlichen Behandlung von Parästhesien sein.
Für kybun neulinge
Beim Tragen von kybun Schuhen ändert sich der Gang von schonend zu natürlich. In 90% der Fälle geschieht dies problemlos.
Fusskribbeln im kybun Schuh
Einige Menschen berichten, dass brennende, kribbelnde oder taube Füsse vor allem beim Tragen von kybun Schuhen auftreten, während diese Symptome in herkömmlichen Schuhen oder barfuss weniger ausgeprägt sind. Dieses Phänomen ist in den meisten Fällen kein negatives Zeichen, sondern Ausdruck von physiologischen Anpassungsprozessen im Fuss. Die kybun Schuhe verändern die Belastung, Bewegung und Muskelaktivität im Fuss deutlich – und genau diese Veränderungen können bestehende funktionelle Schwächen oder Engpässe sichtbar machen. Im Folgenden werden die häufigsten Mechanismen erklärt und jeweils konkrete Lösungen aufgezeigt.
Zusätzliche Muskelaktivierung und gesteigerte Durchblutung
Die elastisch-federnde Sohle der kybun Schuhe aktiviert die Fuss- und Beinmuskulatur deutlich stärker als herkömmliche, starre Schuhe. Durch diese erhöhte Muskelaktivität wird die Durchblutung im Fuss gesteigert. Wenn die Blutgefässe jedoch aufgrund von Bewegungsmangel, Gefässverengungen oder funktionellen Einschränkungen nicht in der Lage sind, das vermehrt benötigte Blut effizient zu transportieren, kann es zu Parästhesien kommen. Typische Symptome sind Kribbeln, Brennen oder ein Ameisenlaufen in den Füssen.
Lösung:
- ◉ Tragedauer langsam steigern
- ◉ Regelmässige Bewegungspausen
- ◉ Geduld – der Körper passt sich an
Kompression durch den Oberschuh bei aktivierter Durchblutung
Durch die zusätzliche Muskelaktivierung in kybun Schuhen verbessert sich die Durchblutung der Füsse. Dies kann dazu führen, dass der Fuss leicht anschwillt – ein völlig normaler physiologischer Effekt. Hat der Fuss im Schuh jedoch zu wenig Platz, kann es zur Kompression von Nerven und Blutgefässen kommen. Dies äussert sich häufig durch brennende Fusssohlen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Fuss. Ein hilfreicher Vergleichstest ist das Gehen auf der kybun Matte: Treten die Symptome dort nicht auf, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich nicht in der Aktivierung selbst, sondern in der Einengung durch den Oberschuh.
Lösung:
- ◉ Schnürung lockern oder anpassen
- ◉ Modelle mit mehr Volumen oder grösserer Breite wählen
- ◉ Bei Bedarf auf eine halbe oder ganze Nummer grösser wechseln
Schwache Fussmuskulatur und Überforderung
Viele Menschen verfügen über eine untertrainierte Fussmuskulatur, da der sitzende Lebensstil und herkömmliche Schuhe die natürliche Arbeit der Füsse stark reduzieren. Die kybun Schuhe fordern diese Muskulatur wieder aktiv ein. Ist die Muskulatur noch nicht ausreichend belastbar, kann sie auf die ungewohnte Beanspruchung mit brennenden, kribbelnden oder tauben Füssen reagieren – vergleichbar mit Muskelermüdung nach ungewohntem Training.
Lösung:
- ◉ Aktives Muskeltraining der Füsse und Unterschenkel
- ◉ Tragedauer an das persönliche Fitnesslevel anpassen
- ◉ Regelmässige, aber dosierte Belastung statt Überforderung
Verkürzte oder verklebte Strukturen
Die aktive Abrollbewegung in kybun Schuhen führt unter anderem zu einer Dehnung der Plantarfaszie sowie weiterer muskulärer und faszialer Strukturen im Fuss. Sind diese Strukturen verkürzt, verspannt oder verklebt, kann die verbesserte Bewegungsabfolge kurzfristig zu Parästhesien führen. Das Nervensystem reagiert sensibel auf diese neuen Dehnreize.
Lösung:
- ◉ Regelmässiges Dehnen der Fuss- und Wadenmuskulatur
- ◉ Einsatz von Faszienrollen oder Massagebällen
- ◉ Zu Beginn kleinerer Bewegungsumfang und kürzere Gehstrecken
Verändertes Gangbild durch elastisch-federnde Sohle
Die elastisch-federnde Sohle der kybun Schuhe führt zu einem natürlicheren, dynamischeren Gangbild mit mehr Bewegung im Fuss-, Sprung- und Kniegelenk. Diese veränderte Bewegungsabfolge unterscheidet sich deutlich von dem oft jahrelang eingeübten, eher starren Gangmuster in konventionellen Schuhen. Ist der Körper aufgrund von Blockaden, muskulären Defiziten, eingeschränkter Beweglichkeit oder alten, kompensatorischen Gangmustern noch nicht in der Lage, diese zusätzliche Bewegung effizient zu verarbeiten, kann das Nervensystem mit Parästhesien reagieren.
Lösung:
Um dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben, empfiehlt sich ein ganzheitlicher Ansatz:
- ◉ regelmässiges Dehnen der Fuss-, Waden- und Beinmuskulatur
- ◉ Faszienrollen, um Verklebungen und Spannungen zu lösen
- ◉ gezieltes aktives Muskeltraining, insbesondere der Fuss- und Unterschenkelmuskulatur
- ◉ ein reduzierter Bewegungsumfang zu Beginn
- ◉ die Anpassung der Tragedauer an das persönliche Fitnesslevel
Materialermüdung der kybun Sohle
Treten Parästhesien nicht zu Beginn, sondern erst nach längerer Tragedauer ein, kann eine Materialermüdung der elastisch-federnden Sohle die Ursache sein. Verliert das Material seine ursprüngliche Elastizität, verändern sich Dämpfung, Aktivierung und Druckverteilung – was Nerven und Gefässe irritieren kann.
Lösung:
- ◉ Abklärung im kybun Fachgeschäft
- ◉ Prüfung der Sohle auf Elastizität
- ◉ Gegebenenfalls Wechsel auf neue kybun Schuhe
Hilfreiche Übungen bei kribbelnden Füssen
Um die Wirksamkeit der kybun Schuhe zu verstärken und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle in den Füssen abnehmen, empfehlen wir nachfolgende Übungen. Die Übungsauswahl ist nicht abschliessend und kann durch weitere Übungen ergänzt werden. Grundsätzlich gilt: Die Beschwerden dürfen während der Übungen nicht stärker werden. Leichte, wohltuende und lösende «Schmerzen» sind normal und erwünscht.
Die Übungen werden in folgende Bereiche unterteilt: „Richtiges Gehen in kybun Schuhen“, „Muskellängentraining“, „Faszienrollen“ und „Kräftigung“. Idealerweise werden die Bereiche kombiniert, um die Behandlung der Parästhesien zu unterstützen
Richtiges Gehen in kybun Schuhen
Die Qualität der Schritte ist entscheidend, um Überlastung, Kribbeln oder Brennen zu reduzieren und die Fussmuskulatur gezielt zu aktivieren.
Kontrollierter Fersenauftritt

- ◉ Ferse langsam und kontrolliert in das elastisch-federnde Material drücken, um Vorspannung der Fuss- und Wadenmuskulatur zu betätigen.
- ◉ Mittel- und Vorfuss langsam und kontrolliert absetzen, damit der Vorfuss physiologisch belastet wird.
- ◉ Zu Beginn eher kleine Schritte durchführen, damit nicht zu stark über den Vorfuss abgerollt werden muss.
Kontrolliertes Abrollen

- ◉ Leichte Abrollung im Vorfuss, ohne sich dabei aktiv mit viel Kraft über den Vorfuss abzustossen. Durch eine aktive Abrollung erhöht sich der Druck auf den Vorfuss und die empfindlichen Mittelfussköpfchen werden zusätzlich beansprucht.
- ◉ Möglichen Bewegungsumfang beim Abrollen im Vorfuss erproben, ohne dass dabei Schmerzen im Fussballen auftreten oder ansteigen.
- ◉ Den Bewegungsumfang nach Möglichkeit erhöhen und in eine aktive Abrollung übergehen.
Muskellängentraining
Verkürzte oder verspannte Strukturen können Parästhesien verstärken. Gezieltes Muskellängentraining dehnt die Fuss- und Beinmuskulatur und beugt Überlastung vor.
Fusssohle

- ◉ Fuss in beide Hände nehmen.
- ◉ Vorfuss aktiv zum Schienbein ziehen, damit Dehnung auf der Fusssohle entsteht.
- ◉ 3 x 30 Sekunden Übung halten.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Wadenmuskulatur

- ◉ Startposition im Ausfallschritt.
- ◉ Hintere Ferse hat Bodenkontakt und soll nicht angehoben werden.
- ◉ Vorderes Knie langsam nach vorne beugen, bis ein Ziehen in der Wade spürbar ist.
- ◉ 3 x 30 Sekunden pro Seite.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Faszienrolle
Faszienverklebungen können Kribbeln oder Brennen verstärken. Regelmässiges Ausrollen löst Spannungen, verbessert die Beweglichkeit und reduziert den Druck auf Nerven und Blutgefässe.
Fusssohle

- ◉ Fusssohle aktiv mit Faszienrolle oder -ball von den Fersen bis kurz vor den Mittelfussköpfchen ausrollen. Den Fussballen bei starken Schmerzen bewusst auslassen.
- ◉ Übung langsam und kontrolliert durchführen.
- ◉ Druck dem persönlichen Empfinden anpassen, jedoch bis an tolerierbare Schmerzgrenze gehen.
- ◉ Punktuelle Verklebungen verstärkt ausrollen bzw. Position an diesem Punkt halten.
- ◉ 3 Minuten pro Fuss.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Wadenmuskulatur

- ◉ Ein Bein angewinkelt und anderes Bein auf der Faszienrolle. Erhöhung des Drucks durch beidseitiges Auflegen der Beine. Weitere Erhöhung durch Aufeinanderlegen der Beine.
- ◉ Sollten Schmerzen im Handgelenk auftauchen, kann die Übung auch auf den Unterarmen durchgeführt werden.
- ◉ Wade oberhalb der Ferse bis knapp unterhalb der Kniekehle aktiv ausrollen.
- ◉ Übung langsam und kontrolliert durchführen.
- ◉ Druck dem persönlichen Empfinden anpassen, jedoch bis an tolerierbare Schmerzgrenze gehen.
- ◉ Punktuelle Verklebungen verstärkt ausrollen bzw. Position an diesem Punkt halten.
- ◉ Mindestens 3 Minuten pro Fuss.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Kräftigung
Starke Fuss- und Unterschenkelmuskeln entlasten Nerven, reduzieren Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühle im Fuss und stabilisieren das Fussgewölbe.
Fussmuskulatur Quergewölbe

- ◉ Handtuch oder dergleichen flach am Boden auslegen.
- ◉ Den Fuss am Anfang des Handtuchs platzieren.
- ◉ Mit den Zehen das Handtuch greifen und durch Beugen der Zehen zum Fuss hinziehen.
- ◉ 3 Sätze à 8 – 12 Wiederholungen pro Fuss.
- ◉ 2 – 3 × wöchentlich durchführen.
Grosszehenheben und Zehenheben
- ◉ Füsse hüftbreit auf dem Boden platzieren.
- ◉ Grosszehenheben: Die Grosszehe wird aktiv angehoben und wieder langsam abgesetzt. Alle Zehen ausser der Grosszehe bleiben am Boden. Keine Anhebung des inneren Fussrandes.
- ◉ Zehenheben: Hier bleibt nur die Grosszehe am Boden. Alle anderen Zehen werden aktiv angehoben und wieder langsam abgesetzt. Keine Anhebung des äusseren Fussrandes.
- ◉ Wichtig ist hierbei, dass die Fussballen sowie die Fersen den Bodenkontakt nicht verlieren.
- ◉ Zur Vereinfachung kann die Übung abwechslungsweise nur mit einem Fuss durchgeführt werden.
- ◉ 3 Sätze à 8 – 12 Wiederholungen pro Fuss.
- ◉ 2 – 3 × wöchentlich durchführen.
Spezialübungen
Für Informationen zu den Spezialübungen im kybun Schuh und den Grundübungen auf dem kybun Matte.
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